Mobbing ist nicht gleich schlechtes Führungsverhalten!
Bei Mobbing handelt es sich nicht nur um ein schlechtes Führungsverhalten. Wenn ein Manager einer Restaurantkette eine fristlose Kündigung ausspricht und den Mitarbeiter mittels Polizeieskorte aus dem Betrieb abführen lässt, so ist das erstmal noch kein Mobbingtatbestand. Der Mobbingbetroffene hingegen erfährt immer wieder ein systematisches Anfeinden, wird tyrannisiert und schikaniert. Der Führungsstil begünstigt bzw. verhindert massiv Mobbinghandlungen unter Kollegen oder die Führungskraft mobbt selber (Bossing), indem sie zum Beispiel einen Mitarbeiter konstant ungünstige Arbeitszeiten zuteilt. Gegen das Nichbezahlen des Lohns kann ich mich juristisch gut wehren, schwieriger wird es, wenn es sich um Mobbing außerhalb des Gleichbehandlungsgesetztes handelt.
Typisch für Mobbing in mittleren Führungsebenen ist z.B., dass einem Angestellten im Mid-Management-Bereich sukzessive mehr Verantwortungen und/oder Aufgabenbereiche aufgebürdet werden; so lange, bis er das Handtuch wirft. Um einer solchen Situation vorzubeugen, sollten potenzielle Betroffene – natürlich bevor es dazu kommt – eine abgezeichnete detaillierte Stellenbeschreibung inkl. Aufgabensammlung einfordern.